Encantado
Lia Rodrigues Companhia de Danças
Inhalt
Im Portugiesischen bedeutet „encantado“ sowohl „verzaubert“ als auch „in Staunen versetzt“ – in der afrobrasilianischen Kosmologie bezeichnet das Wort zudem geheimnisvolle Wesen, die zwischen Erde, Wasser und Himmel wandern und Landschaften in heilige Orte verwandeln. Von diesen Vorstellungen ausgehend erschafft die international gefeierte Künstlerin Lia Rodrigues eine Choreografie, in der Mensch und Natur untrennbar miteinander verbunden sind.
Elf Tänzer*innen entfalten aus farbenprächtigen Stoffen, Körpern und Bewegungen ein Bildermeer. Landschaften entstehen, lösen sich auf und verwandeln sich vor den Augen des Publikums. Begleitet werden die Tänzer*innen von Liedern und Musik des indigenen Guarani-Volkes, die während der Proteste für den Schutz ihrer angestammten Gebiete in Brasilien aufgenommen wurden. So verbindet Encantado ökologische Fragen mit den Kämpfen indigener Gemeinschaften und entwirft eine Welt, in der alles miteinander in Beziehung steht.
Encantado feiert die Fantasie als Kraft des Wandels und lädt dazu ein, unsere Beziehung zur Natur und zueinander neu zu denken. Das Stück spiegelt so auch Lia Rodrigues’ Haltung wider, künstlerische Arbeit, soziales und ökologisches Engagement miteinander zu verbinden.
Hinweise zum Inhalt und zu sensorischen Reizen
Für diese Produktion liegen uns keine Hinweise zum Inhalt und zu sensorischen Reizen vor.
Credits
Kreation: Lia Rodrigues
Kreiert und getanzt in enger Zusammenarbeit mit: Leonardo Nunes, Valentina Fittipaldi, Andrey da Silva, David Abreu, Raquel Alexandre
Ebenfalls getanzt von: Daline Ribeiro, João Alves, Cayo Almeida, Vitor de Abreu
Ebenfalls kreiert von: Carolina Repetto, Joana Castro, Matheus Macena, Ricardo Xavier, Tiago Oliveira, Larissa Lima
Choreografische Assistenz: Amalia Lima
Dramaturgie: Silvia Soter
Künstlerische Mitarbeit und Bilder: Sammi Landweer
Lichtdesign: Nicolas Boudier
Bühnenleitung / Inspizienz: Magali Foubert und Baptistine Méral
Musik: (aus Ausschnitten von Liedern des VOLKES DER GUARANI MBYA / Dorf Kalipety des indigenen Territoriums T.I. / Tenondé Porã, gesungen und gespielt während der indigenen Demonstration in Brasília im August 2021 für die Anerkennung ihrer gefährdeten angestammten Ländereien)
Mischung: Alexandre Seabra
Internationales Booking: Colette de Turville
Produktionskoordination: Astrid Toledo
Produktion Brasilien: Gabi Gonçalves / Corpo Rastreado
Produktionsprojekt Goethe-Institut: Claudia Oliveira
Sekretariat: Gloria Laureano
Lehrkräfte: Amalia Lima, Sylvia Barretto, Valentina Fittipaldi
Koproduktion: Chaillot - Théâtre National de la Danse - Paris, Le CENTQUATRE - Paris / Festival d’Automne à Paris / Scène nationale Carré-Colonnes, Bordeaux Métropole / Le TAP - Théâtre Auditorium de Poitiers / Scène nationale du Sud-Aquitain /La Coursive, Scène nationale La Rochelle / L’Empreinte, Scène nationale Brive -Tulle / Théâtre d’Angoulême Scène Nationale / Le Moulin du Roc, Scène nationale à Niort / La Scène Nationale d’Aubusson, l’OARA - Office Artistique de la Région Nouvelle-Aquitaine / Le Kunstenfestivaldesarts - Bruxelles, Theaterfestival - Basel, HAU Hebbel am Ufer - Berlin,Festival Oriente Occidente - Roveretto, Theater Freiburg, Julidans – Amsterdam, Teatro Municipal do Porto / Festival DDD - dias de dança und Lia Rodrigues Companhia de Danças, Association Lia Rodrigues-France mit Unterstützung von Redes da Maré und Centro de Artes da Maré sowie den Partnern des FONDOC (Occitanie)
Mit Unterstützung des Internationalen Hilfsfonds für Kultur- und Bildungsorganisationen 2021 des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland, des Goethe-Instituts und weiterer Partner.Preis für die „Beste choreografische Darbietung“ 2021-2022 für „Encantado“,verliehen von der Berufsvereinigung der Theater-, Musik- und Tanzkritiker (Professional Union of Theater, Music and Dance Critics).
Lia Rodrigues ist internationale assoziierte Künstlerin des CENTQUATRE-Paris und des Maison de la Danse / Pôle européen de création, unterstützt durch die Biennale de Lyon, Frankreich.
Fotos: Sammi Landweer



