The Long Run
Sebastian Weber

Staatstheater Darmstadt – Kammerspiele

Sa. 4.11. I 19.30 Uhr, Meet the Artist im Anschluss

So. 5.11. I 19.30 Uhr

 

Dauer: ca. 75 Minuten
Sprache: Englisch mit deutschen Übertiteln
Tickets: 17 €/ ermäßigt 9 €

Teaser (via Vimeo)

Anfang der 1990er-Jahre in New York erfuhr der Tänzer und Choreograf Sebastian Weber die dortige Stepptanz-Szene als einen Ort, der Rassismus scheinbar hinter sich gelassen hatte. 

„If you have a pair of tap shoes on, you are in!“, sagte Gregory Hines und sein Bruder Maurice stimmte ihm zu: „Dancers don’t see color“ – er meinte das positiv. Die Schwarzen Meister*innen des Jazz-Tap lebten Stepptanz als solidarische Gemeinschaft, in der sie Weber als jungen weißen Europäer aufnahmen.

Heute, 30 Jahre später, existieren Rassismus und weiße Privilegien weiterhin. In seinem Solo The Long Run untersucht Sebastian Weber die eigene Rolle als weißer Mann in einer Schwarzen Kunstform und fragt: War die scheinbare Gleichheit in der damaligen Stepptanz-Szene nur eine Illusion? Wie lassen sich die eigenen Erinnerungen und persönlichen Erfahrungen im Nachhinein umdeuten? Und sind die Utopien von damals heute noch denkbar? 

The Long Run ist ein Stück über kulturelle Aneignung und Identität, über die Verantwortung weißer Künstler*innen und über Rassismus. Gleichzeitig ist es ein Tanz über Vergänglichkeit und Erinnerung, ein Erkunden des Körpers als Ort, der Begegnungen und Geschichten speichert.

Tanz & Choreografie: Sebastian Weber
Choreografie-Assistenz: Vilma Kananen
Dramaturgische Begleitung: Lia Haraki
Movement-Coach: Eddie Bruno Oroyan
Produktionsleitung: Jenny Schmidt, Tim Rosentreter

Eine Produktion von Sebastian Weber Dance Company in Kooperation mit LOFFT — Das Theater, mit Unterstützung des Hessischen Staatsballetts im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main. Gefördert von Stadt Leipzig, Kulturamt, Fonds Darstellende Künste im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Foto: Vilma Kananen, Volland