Sonoma
La Veronal

Sa. 7.11. | 19 Uhr - Deutsche Erstaufführung
So. 8.11. | 19 Uhr
Staatstheater Darmstadt – Kleines Haus

Language no problem
Dauer: 75 min.

Der Neologismus Sonoma aus dem griechischen„Soma“ (Körper) und dem lateinischen „Sonum“ (Klang) bezeichnet „Klangkörper“. Es könnte der Klang des Körpers sein, wenn er fällt, oder der Schrei, der aus dessen primitivem Heulen hervorgeht. In der indigenen Sprache der Ureinwohner Kaliforniens bedeutet „Sonoma“ „Tal des Mondes“. Dem Mythos zufolge schmiegt sich der Mond jede Nacht an dessen Ebenen. Dort bilden die Schreie, die Rufe und das Stampfen der Trommeln einen hypnotischen Puls, gleich dem eines Schlaflieds.

Marcos Morau greift in Sonoma mit seiner Kompanie La Veronal die wesentlichen Ideen seines früheren Stücks „Le Surréalisme au Service de la Révolution“ auf, das 2016 im Ballet de Lorraine entstanden ist. Das Stück zeichnete eine Darstellung von Luis Buñuel zwischen seiner Herkunft im mittelalterlichen Calanda und seiner späteren Wirkungsstätte im kosmopolitischen Paris und beschrieb das Spannungsfeld seiner Entwicklung zwischen Jesuitendisziplin und surrealer Freiheit.

Sonoma entsteht aus der Notwendigkeit heraus, zum Ursprung des Körpers, zu seinem Fleisch zurückzukehren. Auf dieser Reise zwischen Schlaf und Fiktion verirrt sich der Mensch und begegnet dem Außergewöhnlichen.

Inspiriert von Buñuel lauschen La Veronal dem Klang des Abgrunds, der sich öffnet, wenn die Vorstellungskraft, im Gegensatz zum Menschen, frei ist.

Idee und künstlerische Leitung: Marcos Morau
Choreografie: Marcos Morau in collaboration with the dancers
Tänzer*innen: Lorena Nogal, Marina Rodríguez, Sau-Ching Wong, Ariadna Montfort, Núria Navarra, Àngela Boix, Laia Duran, Anna Hierro, Alba Barral
Text: El Conde de Torrefiel, La Tristura and Carmina S. Belda
Korrepetitor: Estela Merlos and Alba Barral
Künstlerische und dramaturgische Beratung: Roberto Fratini
Gesangsassistent: Mònica Almirall
Technische Leitung und Lichtdesign: Bernat Jansà
Bühnenmanager, Requisiten und Spezialeffekte: David Pascual
Sound-Design: Juan Cristóbal Saavedra
Stimme: María Pardo
Bühnenbild: Bernat Jansà and David Pascual
Kostümbilderin: Silvia Delagneau
Schneiderin: Mª Carmen Soriano
Hutmacherin: Nina Pawlowsky
Maske: Juan Serrano – Gadget Efectos Especiales
Giant maker: Martí Doy
Requisite: Mirko Zeni
Produktion und Logistik: Cristina Goñi Adot
Produktionsleitung: Juan Manuel Gil Galindo

 

Koproduktion Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Tanz im August/ HAU Hebbel am Ufer, Grec 2020 Festival de Barcelona – Institut de Cultura Ajuntament de Barcelona, Oriente Occidente Dance Festival, Theater Freiburg, Centro Cultural Conde Duque, Sadler’s Wells, Mercat de les Flors, Temporada Alta, Hessisches Staatsballett im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main. In Zusammenarbeit mit  Graner – Fàbriques de Creació and Teatre L’Artesà. Begünstigtes Projekt der PYRENART cross-border cooperation project, im Rahmen der Interreg VA program Spain-France-Andorra POCTEFA 2014-2020 - European Regional Development Fund (ERDF). Mit der Unterstützung von INAEM – Ministerio de Cultura y Deporte de España and ICEC – Departament de Cultura de la Generalitat de Catalunya.

 

Fotos: Alfred Mauve & Alex Font