MEHR ALS GENUG
DORIS UHLICH

Aufgrund des aktuellen Beschlusses der Bundesregierung und der Regierungschef*innen der Länder ab dem 2.11. alle Theater zu schließen, entfallen alle Präsenzveranstaltungen des Tanzfestivals Rhein-Main ab dem gleichen Datum. Der Tanztag Rhein-Main muss ebenfalls entfallen.
 
Bereits gekaufte Tickets werden automatisch rückerstattet. Sie werden von den Theatern oder dem Ticketservice kontaktiert. Dies kann aufgrund des hohen Stornierungsaufkommen etwas dauern. Bitte haben sie Geduld.
 
Alternativ zur Ticketrückgabe können bereits gekaufte Tickets für Veranstaltungen am Staatstheater Wiesbaden auch gespendet werden. Dies gilt für Veranstaltungen, bei denen die Rückerstattung noch nicht stattgefunden hat. 

 

 

mehr als genug ist ein Klassiker unter den Stücken der österreichischen Choreografin Doris Uhlich und hat nichts an Aktualität verloren. In dem 2009 uraufgeführten Stück steht die Spotlight-Künstlerin des Tanzfestivals Rhein-Main selbst auf der Bühne. Uhlich, die immer wieder als „korpulente Tänzerin“ bezeichnet wird, fragt sich selbst und eine Reihe illustrer Gäste, wie der Körper zum Markenzeichen wird und was das bedeutet. Wie wichtig sind die äußere Hülle und das Fleisch unter der Haut? Wie dominant ist das äußere Erscheinungsbild eines Körpers während einer Aufführung? Gibt es den perfekten Körper für den Tanz? Und: Wer ist schön, wer nicht? In Live-Telefonaten interviewt Uhlich Menschen, deren Körper nicht der (Schönheits-)Norm entsprechen, aber dennoch zu Markenzeichen geworden sind. Dabei beleuchten sie zugleich ein paradoxes Phänomen unserer Gesellschaft, individuell zu sein, aber trotzdem nicht aus der Reihe tanzen zu wollen, und lenken den Blick auf andere Epochen, wie die Barockzeit, die mit dem Drang zur Fülle für Uhlichs körperliche und textliche Auseinandersetzung voller Fleisch und Opulenz ein idealer Referenzpunkt ist.

Choreografie: Doris Uhlich
Performance: Virginie Roy, Doris Uhlich und Gäste
Dramaturgie: Andrea Salzmann, Judith Staudinger
Technik: Gerald Pappenberger
Produktion: Margot Wehinger
Presse, Kommunikation: Jonathan Hörnig
International Distribution: Something Great


Koproduktion: brut Wien, Les Subsistances / Lyon & insert (Theaterverein). Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien und das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.

Fotos: Andrea Salzmann