ATEM / SOUFFLE

NADIA BEUGRÉ, KARSTEN WIEGAND & DANIEL COHEN

 

Fr. 6.11. | 19.30 Uhr
Sa. 8.11. | 16 Uhr
Staatstheater Darmstadt – Großes Haus

Dauer: ca. 120 Min.

Mit dem menschlichen Atem beginnt und endet das Leben. Atmen ist ständiger Austausch. Wir atmen ein und nehmen die Welt in uns auf. Wir atmen aus und geben der Welt etwas von uns zurück. Aus Atem entstehen Musik und Bewegung. Der Zeitraum zwischen zwei Atemzügen kann jener Moment des Innehaltens sein, aus dem Neues entsteht. Lunge und Atem sind fragil, wie COVID19 zeigt.

„I can’t breathe“ – mit dem letzten Satz des ermordeten George Floyd demonstrieren seit Monaten Millionen schwarzer Menschen für mehr Chancen, mehr Respekt, gegen Diskriminierung und rassistische Gewalt, für mehr Luft zum Atmen.

Die Choreografin Nadia Beugré, Generalmusikdirektor Daniel Cohen und Intendant Karsten Wiegand erarbeiten aus verschiedenen Perspektiven mit einem Ensemble aus Tänzer*innen, Sänger*innen und Musiker*innen ein Gewebe aus Tanz und Musik, das danach sucht, wie der Atem vom Ich zum Wir führen kann, wie mit jedem neuen Atemzug Wahrnehmung und Gemeinschaft entstehen können.

Programmheft

Zouglou Makers, C sa ki va tuer, arrangiert für Orchester von Stefan Schulze (2015)
Szene: Cité des gents (Die Stadt der Menschen)Improvisation: Thomas Guei und Georg Festl
Galina Ustwolskaja, Dona nobis pacem für Piccoloflöte, Tuba und Klavier (1970 – 71)
Szene: Les multi-nationales (Die multinationalen Konzerne)
Szene: Frontières / Grenzen
Robert Schumann, Finale aus Ouvertüre, Scherzo und Finale (18 41)
Puls (Solo-Horn, Entwicklung und Umsetzung: Juliane Baucke)
Morton Feldman, Rothko Chapel für Sopran, Alt, gemischten Chor und Instrumente (1971)
Komposition und Improvisation: Thomas Guei
Szene: Sans souffle (Atemlos)
Espoir 2000, Diarrhée économique
Szene: Les maux (Die Schmerzen)
Charles Ives, The unanswered question (1906 / 1935)
Herztöne (Solo-Horn, Entwicklung und Umsetzung: Juliane Baucke)
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 2 c-Moll, 4. Satz Urlicht (1893)
Szene: Le vivants et les ressucités (Die Lebenden und die Wiedergeborenen)
Szene: Improvisation
Petit yodé et l’enfant siro, Victoire, arrangiert von Jonathan Keren (2000)

Fotos: Nils Heck & Isabel Machado Rios

 

Mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur / DGCA